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Hälfte des Lebens
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Friedrich Hölderlin
Hälfte des Lebens
1.
Mit gelben Birnen hänget1
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Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne ,
Und trunken von Küssen 5
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.
2.
Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,10
Und Schatten der Erde ?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen .
Hölderlin. Sämtliche Werke. Große Stuttgarter Ausgabe. Hg. v. Friedrich Beissner. Bd. 2,1. Stuttgart 1951, S. 117.
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