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Hälfte des Lebens
[Text] [Formkommentar]
Friedrich Hölderlin
Hälfte des Lebens
1.
Mit gelben Birnen hänget1
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Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen5
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.
2.
Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein10
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.
Hölderlin. Sämtliche Werke. Historisch-kritische Ausgabe. Hg. v. Norbert von Hellingrath, Friedrich Seebass. Bd. 4. Berlin 1943, S. 60.
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