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Hälfte des Lebens
Text [Formkommentar]
Friedrich Hölderlin
Häfte des Lebens.
1.
Mit gelben Blumen hänget1
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Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen5
Tunkt ihr das Haupt
In’s heilig nüchterne Wasser.
2.
Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,10
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehen
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.
Friedrich Hölderlin’s sämmtliche Werke. Hg. v. Christoph Theodor Schwab. Bd. 2. Stuttgart / Tübingen 1846, S. 341.
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