Der Mond ist aufgegangen

Editionsgeschichte:

Von Herder in den »Volksliedern« aufgenommen

Quellengeschichte:

(Quellengeschichte)
Parodien sind genau beschrieben in [#44] und aufgenommen
Rühmkorf
Knabe
Höss
(Quellengeschichte)
vgl. die Ausführung des äkranken Nachbarnö in: Felix Rexhausen: Von großen Deutschen. Stierstadt im Taunus 1969, S. 14f. (und in [#44]), der das Bild, das bei Claudius nur angedeutet wird, ausmalt.
(Quellengeschichte)
Frühfassung von Paul Gerhardt, der aber nach einer Vergilschen Vorlage
(Quellengeschichte)
nach #82, genau dargestellt in #73
Virgil: Bd IV. Aeneide, V. 522-528
Nacht war's und es genoß holdseligen Schlummer ermüdet
Alles was lebt auf Erden: Gehölz auch und wilde Gewässer
Ruheten: jetzt da zur Mitte die Stern‘ hinrollen den Umlauf,
Da rings schweiget das Feld, und Vieh und buntes Gevögel,
Das theils lautere Seen weitum, theils Dickige rauher
Fluren bewohnt, zum Schlaf gesetzt in nächtlicher Stille:
Sorglos labeten alle das Herz, ausruhend von Arbeit.
(Quellengeschichte)
Prosabearbeitung des Gedichtes, in dem Teile des Gedichtes in eine kleine Erzählung über Rheinfeld eingeflochten sind bei: Wolfgang Koeppen: Nach Russland und anderswohin. Empfindsame Reisen. S. 7-9. [=#93]

Rezeptionsgeschichte:

(Rezeptionsgeschichte)
Vertonungen:
alle ausführlich aufgeführt bei Friedländer #62. S. 255f + 561
Schulz, J. Abraham Peter 1790 in #84
Haydn, Michael 1791
Reichhardt, J. F. 1779
Schubert, Franz 1816, veröffentlicht 1895
Hiller, Johann Adam 1790
Hobein, Johann Friedrich 1779
Rheinbeck, Christoph 1780
Rust, Fr. Wilhelm 1784
Dalberg, F. von 1793
Bornhard, C. 1794
Kallenbach 1801
Schicht, Johann Gottfried 1810
Dort (#62) noch die Angabe: »Und in neuerer Zeit von Carl Wilhelm, Carl Reinecke und Bernhard Scholz als Duett, außerdem noch von 12 Musikern (sechsmal als einstimmiges Lied, sechsmal als Männerchor).«
(Rezeptionsgeschichte)
Als »Abendlied« eine Gattung, diese wurden von der gesamten Familie als religiöse Huldigung oder Gebet gesungen, nach #87, S. 343 Die Sprecherrolle im »Abendlied« hier könnte auch den Hausvater als Sprecher des Abendgebets vor der Familie bedeuten, vor allem der Hinweis auf den Nachbarn spricht dafür.
(Rezeptionsgeschichte)
Das Lied ist schon seit Gerhardt eines der populärsten deutschen Lieder
(Rezeptionsgeschichte)
für Thomas Mann nach #86, Nachwort das Lieblingsgedicht
(Rezeptionsgeschichte)
Zählte bereits Mitte des 20. Jahrhunderts zu dem beliebtesten deutschen Gedicht (nach #82, S. 686)
(Rezeptionsgeschichte)
Nach #58, S. 167 wird es ebenfalls »zum populärsten und bekanntesten aller volkstümlichen deutschen Lieder«
(Rezeptionsgeschichte)
Ist nach der Auswertung der FA das äwichtigsteö deutsche Gedicht auch in der Jahrhundertwende zum 21. Jahrhundert
(Rezeptionsgeschichte)
Die Melodiezuweisung »O Welt ich muß dich lassen« bei Paul Gerhardt geht auf die Melodie »Innsbruck, ich muß dich lassen« zurück. (genauer in #82)
(Rezeptionsgeschichte)
Die heute bekannte Melodie stammt von Schulz, J. Abraham Peter aus dem Jahre 1790. Sie ist seit ca. 1870 die verbreitetste Melodie [nach #60]
(Rezeptionsgeschichte)
nach #156, S. 60: „Wie volkstümlich das „Abendlied“ geworden ist, beweist ein von Friedländer [#62] angeführter Fall von Zersingen.[Fußnote: vgl. Naumann, a. a. O., S. 47 = #158]: „Bei den Versen ‚der Wald steht schwarz und schweiget, Und aus den Tiefen steiget, Der weiße Nebel wunderbar‘ machte ... (sie) eine Pause hinter: ‚Steiget‘ und sang den Schluß so: ‚Der Weise lebet wunderbar.‚“

Wissenschaftsgeschichte:

(Wissenschaftsgeschichte)
Langer Streit um die Zuweisung der Melodie nach äNun ruhen alle Wälderö [ausgeführt in #53] Dort der eindeutige Hinweis darauf, daß die Melodiezuweisung nicht von Claudius stammt. Ebenso bereits in #156.
(Wissenschaftsgeschichte)
Verwirrung des Erstdrucks wegen 1778 und 1779, einmal als Erscheinungsjahr und einmal als äauf das Jahr 1779ö
(Wissenschaftsgeschichte)
Kleiner Abriß der Wissenschaftsgeschichte in #58
(Wissenschaftsgeschichte)
Darstädter Theorie in #156. S. 76 (Anmerkungen) erklärt. #156 geht davon aus daß die sogenannte „Darmstädter Theorie“ nicht trägt, sie besagt, daß Claudius das Gedicht bei Darmstadt gedichtet haben soll und benennt sogar die entsprechende Stelle. Vgl. auch #72 S. 153ff. und #157
(Wissenschaftsgeschichte)
nach #87, S. 342 wurde das Gedicht häufig umgedeutet